Wenn sie gehen …

„Als Gott die Welt erschuf“, so sinnierte Konrad Lorenz bereits vor 50 Jahren, „muss er wohl unerfindliche Gründe gehabt haben, dem Hunde eine etwa fünfmal kürzere Lebensdauer zuzumessen als seinem Herrn“. Heutzutage hat sich diese Situation eher noch verschärft, da die Menschen immer älter werden, die Lebenserwartung der Hunde aber keinesfalls gestiegen ist. Und natürlich gilt dieses Missverhältnis nicht nur für Hunde, sondern für so ziemlich all unsere Heimtiere, Schildkröten und Papageien vielleicht ausgenommen. Und es gibt auch etliche Pferdeleute, die sich tatsächlich vor die Frage gestellt sehen, was sie mit ihrem Zwanzigjährigen anfangen sollen, den man nicht mehr richtig reiten kann, dem voraussichtlich aber noch etliche Jahre bevorstehen.
Zwanzigjährig. Ich teile mein Leben mit Hunden und Katzen, da scheint mir solch eine Zahl völlig utopisch zu sein. Obwohl der derzeit älteste Hund 25 ist und die älteste Katze gerade 31 wurde – aber das sind wohl echte Ausnahmeerscheinungen. Katzen begleiten mich beinahe mein ganzes Leben lang, eine starb mit 12 an Altersschwäche, doch die meisten anderen sind wesentlich früher gegangen.

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